Feedback bekommen

Man muss die Dinge erleben. Das ist das eine. Doch ich brauche auch die fremde Rückmeldung, ob ich das Gewollte auch wirklich mache. Das ist unverzichtbar.

Was manchmal nicht so einfach ist. Was ich auf der intellektueller Ebene erkannt habe, muss ich in der Praxis umsetzen. Nur so kann ich es überhaupt verinnerlichen.

Dabei genügt es nicht, dass ich denke, es zu tun, ich muss es auch tatsächlich tun. Das ist nicht so einfach festzustellen, denn ich selbst kann mich ja nicht beobachten. Geht nicht. Also brauche ich die äußere Rückmeldung.

Es ist daher notwendig, einen Weg zu finden, um mich freundlich (!!) auf meine inneren Dämonen beziehen zu können, um mein Selbstbild zu erweitern und die Essenz meines eigenen Seins auszudrücken.

Einer meiner Dämonen ist ‚Prokrastination‘. Also erhob ich ‚Mach es gleich!‘ zu einem Handlungsprinzip. Oder dass ich erst etwas Neues anfange, wenn das Alte abgeschlossen ist. Genauso wie es ein Anzahllimit für interessante Texte gibt.

Dabei hilft mir ein Prinzip aus dem Kaizen, um Überforderung zu vermeiden: Der ‚Mitarbeiter‘, der etwas in das System hineingibt ist der Selbe, der etwas Erledigtes aus dem System entlässt. So bleibt die Anzahl der Dinge im System konstant und ich laufe nicht Gefahr, mich zu überfordern und hektisch zu werden. ‚Hektisch sein‘ ist einer meiner Dämonen.

Ein Feedbackgeber für mein Verständnis meiner selbst ist – lachen Sie nicht, im meine das erst – das Motorrad. Das ist immer ehrlich, objektiv und nimmt keine Rücksicht auf meine Befindlichkeiten. Diese Ehrlichkeit erlebe ich auch beim Kochen. Solche Dinge – meine Texte, das Motorrad und auch das Kochen – sind Hilfsmittel, um mich immer wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Unwesentlich sein‘ ist auch einer meiner Dämonen. Oder ‚(Ver-)Schweigen‘, ein übernommener Dämon. Also mache ich aus nichts mehr ein Geheimnis. Aber das klappt nur dann, wenn ich ehrliche Rückmeldungen bekomme.