Untersuchen, was ist

Das Thema „Motorradfahren“ hat eine besondere Bedeutung für mich, habe ich doch auf dem Motorrad begriffen, dass relative und absolute Wirklichkeit Eins sind.

Die Crux ist, dass ich zwar die relative Wirklichkeit erleben kann, die absolute Wirklichkeit jedoch nur mittelbar, ich kann sie nur denken. Doch die absolute Wirklichkeit bedingt die relative.

Daher muss ich das, was ich als absolute Wirklichkeit erkannt zu haben glaube, tatsächlich in der relativen Wirklichkeit leben, will ich die absolute Wirklichkeit in meiner Haltung verankern. ‚Wissen‘ ist immer nur das, was ich erlebt habe, was ich am eigenen Leib erfahren habe.

Fakten! Fakten! Fakten!“ lautet der Schlachtruf des Materialismus und zerstört damit die Beziehungsgeflechte des Geistes wie der Materie. Zahlen leben eben nicht. Der Schlachtruf des vieler Mystiker hingegen lautet „Nieder mit dem Verstand!“

Das eine ist so falsch wie das andere. Weder der Materialismus noch die Mystik haben für sich gesehen recht. Ich habe lange nicht begriffen, wie Meister Eckhardt, ein begnadigter Mystiker, in der Kirche Predigten abhalten konnte, widersprechen sich doch scheinbar Religion und Mystik. Doch das tun sie eben nicht.

Beides verlangt ein unterschiedliches Verständnis von Sprache, so wie auch die klassische und die Physik der Quanten. Wittgenstein irrte, als er postulierte dass, wovon man nicht sprechen kann, darüber müsse man schweigen. Man kann nämlich von den offenen Möglichkeiten im Inneren der Welt erzählen.

Das lehrt einen das Leben, dass es in der Welt des Absoluten sehr wohl widersprüchliche Wahrheiten gibt, nicht aber in der Welt des Relativen, da gibt es richtig und falsch.