Vom Anfang her denken

„Wie alle Wesen ist der Mensch Teil des Ganzen, das wir „Universum“ nennen, und rein äußerlich betrachtet von Raum und Zeit begrenzt. Er erfährt sich, seine Gedanken und Gefühle als etwas, das ihn von den anderen trennt, aber dies ist eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins.

Diese Täuschung ist wie ein Gefängnis, das unsere eigenen Wünsche und unsere Zuneigung auf einige wenige Menschen beschränkt, mit denen wir näher zu tun haben.

Unsere eigentliche Aufgabe besteht darin, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls und unserer Fürsorge auf alle Wesen und die Natur in ihrer ganzen Schönheit gleichermaßen ausdehnen.

Auch wenn uns dies nicht vollständig gelingt, so ist doch bereits das Streben nach diesem Ziel ein Teil der Befreiung und die Grundlage für das Erlangen inneren Gleichgewichts.“

Albert Einstein

Worum es geht

Ein Koch briet sein Fleisch, als ein Gast kam und ihn fragte, wie lange er das Fleisch denn braten würde.

Die Antwort war: „Bis es 65° hat.

Nein“, antwortete der Gast, „ich wollte nur wissen, wie lange Sie es in der Pfanne lassen!

Die Antwort darauf war: „Bis es 65° hat.“

(Die Geschichte habe ich bei Malte Härtig in seinem Buch Kaiseki – Die Weisheit der japanischen Küche gelesen.)

Will ich Exzellenz erreichen, zeigt sich immer wieder die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsel im Denken, statt weiter wie bisher im Gewohnten und Bekannten zu verharren.

Dieses Bild hat eine besondere Bedeutung für mich, habe ich doch auf dem Motorrad begriffen, dass relative und absolute Wirklichkeit letztlich Eins sind. Die Crux ist, dass ich nur die relative Wirklichkeit erleben kann, die absolute Wirklichkeit kann ich nur denken.

Daher muss ich das, was ich als absolute Wirklichkeit erkannt zu haben glaube, tatsächlich in der relativen Wirklichkeit leben, will ich die absolute Wirklichkeit in meiner Haltung verankern.

Es geht nicht um das, was ich persönlich für richtig halte, sondern um das, was richtig ist. Das gilt es herauszufinden. Deshalb bin ich bereit, den Weg der Bewusstheit zu gehen.

Nur was will ich sein – ein Jedi-Ritter des 21. Jahrhunderts oder ein Mönch?